Gefahrstoff – Einsparungen durch Ersatzstoffprüfung

Gefahrstoff

I. Klientenherausforderung

Ein mittelständisches Maschinenbauunternehmen setzte in der Fertigung einen Zweikomponentenkleber ein. Eines der beiden Produkte ist als sehr giftiger Gefahrstoff eingestuft. Der Stoff wurde in einem Giftschrank gelagert, begrenzter Zugang für wenige Mitarbeiter.
Die Mitarbeiter wurden mit persönlicher Schutzausrüstung ausgestattet, sehr unbequem. Zudem wurde viel Geld und Zeit sowohl für technische Maßnahmen als auch für die Dokumentation (Schlüsselbuch etc.) ausgegeben.

II. Rolle und Aufgabe von Dr. Hartmut Frenzel

Ich habe mir den Bereich angesehen und die Frage gestellt: „Warum machen wir das so?“ Ungläubige Blicke trafen mich.

Die Meister erklärten mir, dass das so in den Konstruktionszeichnungen vorgegeben sei. Zudem mache man den Job so seit vielen Jahren. Auf die Frage zu Kundenreklamationen wurde bestätigt, dass alles höchste Qualitätsansprüche erfülle.

Trotzdem blieb ich hartnäckig. Ich fragte nach Ersatzstoffprüfungen für diesen Gefahrstoff.

„Nein, das habe man bislang nicht gemacht“ und „Dafür haben wir ohnehin keine Zeit“, bekam ich als Antwort.

Lange Rede kurzer Sinn: Es wurde ein Projekt gestartet, mit dem Ziel, auf den giftigen Stoff verzichten zu können.

Gefahrstoff

III. Resultate

Es konnte ein neuer Kleber gefunden werden – „fast harmlos“. Jetzt müssen die Mitarbeiter nur noch die üblichen Hygieneanforderungen einhalten.

Positive Nebeneffekte:

  • Keine persönliche Schutzausrüstung (PSA) ⇒ Kostenreduzierung und gestiegene Mitarbeiterzufriedenheit
  • Neuer Kleber lässt sich präziser verarbeiten und härtet schneller ⇒ Kostenreduzierung und Produktivitätssteigerung
  • Die Konzeption hat erstmals Kennwerte für die Klebestelle (es ist ans Licht gekommen, dass vorher alles auf Vermutungen basierte) ⇒ Qualitätssteigerung
  • Das neue Produkt ist günstiger ⇒ Kostenreduzierung.

IV. Fazit

Nutzen > Aufwand

Arbeiten wir zusammen