Schlagwort: Beklagte

BEM und Datenschutz

Auszüge aus dem Urteil

„… Die Klägerin teilte mit, dass sie an einem bEM teilnehmen wolle, sie unterzeichnete aber die ihr diesbezüglich von der Beklagten übermittelte datenschutzrechtliche Einwilligung nicht, sondern stellte Rückfragen und wählte eigene Formulierungen. Hierauf erhielt die Klägerin eine Einladung zu einem Gespräch am 24. Juli 2019. In diesem wurde die Klägerin darauf hingewiesen, dass ohne ihre Unterschrift unter die vorformulierte Datenschutzerklärung ein bEM-Verfahren nicht durchgeführt werden könne. In der Folgezeit wies die Beklagte die Klägerin mehrfach, zuletzt in einem Gespräch vom 27. August 2019, darauf hin, dass die Durchführung eines bEM ohne die datenschutzrechtliche Einwilligung nicht möglich sei. In der Zeit vom 17. September 2019 bis zum 29. Oktober 2019 war die Klägerin bei der Beklagten im Rahmen einer Wiedereingliederung tätig. …“

„… Die fehlende Bereitschaft der Klägerin, die datenschutzrechtliche Einwilligung zu unterzeichnen, stehe einer fehlenden Zustimmung zur Durchführung eines bEM gleich. …“

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DS-GVO – Auskunftsanspruch

Das Arbeitsgericht Oldenburg hat einem ehemaligen Arbeitnehmer aufgrund einer Verletzung des Auskunftsanspruchs nach Art. 15 Abs. 1 DS-GVO einen immateriellen Schadensersatz von 10.000 Euro zugesprochen. Das Gericht betonte, dass bereits die Verletzung der DS-GVO selbst zu einem auszugleichenden immateriellen Schaden führt, da der Schadensersatzanspruch nach Art. 82 Abs. 1 DS-GVO präventiven Charakter hat und der Abschreckung dient.

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